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Changing Years (Kolumne Fuldaer Zeitung – Dezember 2025)

Gesunde Haut, strahlendes Leben – gemeinsam durch die Perimenopause. Mit Wissen, Pflege und Gelassenheit jede Lebensphase genießen
Gesunde Haut, strahlendes Leben – gemeinsam durch die Perimenopause. Mit Wissen, Pflege und Gelassenheit jede Lebensphase genießen

Changing Years

Wir stehen kurz vor dem Jahreswechsel. Die Zeit nach Weihnachten und vor Silvester heißt „Zwischen den Jahren“. Sie gilt als besondere Zeit, als Übergang, den es zu bestehen oder auch zu feiern gilt. Doch nicht nur im Jahreslauf gibt es solche Übergänge, auch im Leben ist – wir alle wissen das – alles stets im Fluss. Und es gibt ruhigere und aufwühlendere Zeiten.

Eine ganz besondere Zeit im Leben von Frauen ist die Perimenopause. Sie ist die natürliche Übergangsphase vor der Menopause, in der die Hormone schwanken und der Körper sich auf das endgültige Ausbleiben der Regelblutung vorbereitet, was oft Jahre vorher beginnt und sich durch unregelmäßige Zyklen, Hitzewallungen, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen bemerkbar macht. So gut wie alle Frauen zwischen Mitte Vierzig und Anfang Fünfzig kennen eine Reihe dieser Symptome. Damit einher geht auch eine Veränderung der Haut, die oft schleichend, manchmal auch plötzlich verläuft: Feineres Gewebe, Trockenheit, mehr Rötungen, eine gewisse Glanzlosigkeit auf der Haut. Generationen von Frauen fanden sich damit ab: Über die Wechseljahre wurde nicht gesprochen, und wenn, dann nur sehr leise. Doch heute sind die Frauen in diesem Alter selbstbewusst, gesundheitsorientiert und anspruchsvoll. Sie möchten verstehen, was in ihrem Körper passiert – und erwarten Lösungen, die mehr sind als „einfach nur Creme“. Die Dermatologie wird damit zur Schlüsselstelle in einem Lebensabschnitt, der lange tabuisiert wurde.

Was passiert in der Perimenopause im Körper? Das Hormonorchester wird leiser. In der Perimenopause beginnen Östrogen- und Progesteronspiegel zu schwanken. Diese Hormone sind nicht nur für Fruchtbarkeit zuständig – sie sind echte „Hautpflege von innen“. Sinkt ihr Level, passiert mit Blick auf die Haut Folgendes:

  • Die Kollagenproduktion nimmt drastisch ab.
  • Der Wasserhaushalt sinkt, weil weniger Hyaluronsäure gebildet wird.
  • Die Hautbarriere wird durchlässiger.
  • Entzündungen nehmen zu: Rosazea, Akne und Ekzeme werden häufiger.

All das kann man sehen, und zwar – ich muss es so deutlich sagen – als alternde Haut. (Übrigens: Auch Männerhaut altert, nur anders.)

In diesem Jahr ist genau dieses Thema – die Perimenopause und alles, was mit ihr zu tun hat – in den Mittelpunkt vieler medizinischer und gesellschaftlicher Diskussionen gerückt. Auch in den Mittelpunkt der Dermatologie. Zu Recht, denn Frauen haben ein Recht darauf, zu erfahren, was in ihrem Körper passiert und wie man diesen Veränderungen begegnet. Aus diesem Grund suchen Frauen in der Perimenopause zunehmend dermatologische Beratung, aber viele erhalten widersprüchliche Informationen: Brauche ich Hormone? Reicht Pflege? Ist Laser jetzt sinnvoll oder zu früh?

Unsere Aufgabe als Dermatologen ist es, diesen Informationsdschungel zu sortieren – evidenzbasiert, individuell und ohne Angstmacherei. Was also hilft wirklich? In der modernen Perimenopausendermatologie geht es nicht um Anti-Aging, sondern viel mehr um Healthy Aging. Das bedeutet für uns Frauen:

1. Barriere stärken

Ceramide, milde Tretinoide, Niacinamid und gut formulierte Feuchtigkeitspflege werden zum Fundament der Hautpflege.

2. Entzündungen reduzieren

Viele Beschwerden wie Flushes oder Akne sind hormonausgelöst. Moderne topische Therapien, also lokale Behandlungen, LED-Licht oder niedrig dosierte Retinoide helfen nachhaltig.

3. Kollagen aktivieren – ohne Überkorrektur

Laser, Mikroneedling-Radiofrequenz, Skinbooster oder Mikro-Botox tragen zur Bildung von Kollagen bei und können die Gewebefestigkeit schonend verbessern.

4. Hormonelle Unterstützung – eine Möglichkeit, die zu prüfen ist

Viele Patientinnen profitieren dermatologisch von Hormonersatztherapie (HRT). Diese soll aber nur nach gynäkologischer Abklärung erfolgen, denn die Haut ist nur ein Indikator für die Symptome in der Perimenopause. Interdisziplinäre Zusammenarbeit zum Wohl der Frauen wird entscheidend.

Die gute Nachricht:

Die Perimenopause ist kein Hautproblem – sondern ein natürlicher Übergang, der eine neue, fein abgestimmte dermatologische Herangehensweise braucht. Mit Wissen, modernen Therapien und einer Portion Gelassenheit lässt sich dieser Lebensabschnitt nicht nur begleiten, sondern positiv gestalten.

Wie gesagt: Wechsel wollen nicht nur bestanden, sondern auch gefeiert werden. Machen Sie es sich schön, und kommen Sie gesund von dem einen Jahr ins andere – und vielleicht auch in einen neuen, schönen Lebensabschnitt.

Ihre

Daniela Uribe Holmgren

Dermatologin mit eigener Praxis in Fuldas Innenstadt Infos zu den Angeboten der Hautarztpraxis Uribe Holmgren finden Sie unter www.hautarzt-uribe-holmgren.de/ sowie auf Instagram, TikTok und Facebook unter skinhauturibeholmgren.

Tags :
Ästhetik und Kosmetik,Dermatologie

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